Frauennetzwerke begleiten Sie ja schon sehr lange. Gab es eine Initialzündung, die Sie dazu gebracht hat, dem Netzwerken so viel Raum in ihrem Leben zu geben?

Meinen Start in die Welt des Netzwerkens habe ich einer Frau zu verdanken, die ich heute immer noch gerne als »meine Mentorin« bezeichne. Sie hat 1994 das Netzwerk Business & Professional Women (BPW) in Österreich wiederbelebt. Und sie war es auch, die mich damals in dieses internationale Frauennetzwerk eingeladen hat. Ich bin immer noch dabei und die Erkenntnis, dass engagierte Frauen miteinander ganz viel Positives bewegen können, hat mich 2001 schlussendlich dazu ermutigt, mein eigenes Unternehmen und Netzwerk, speziell zur Stärkung von Frauen, ins Leben zu rufen, die Frauen:Fachakademie Schloss Mondsee.

Man hört immer wieder, dass Frauen beim Netzwerken noch nicht ganz so engagiert sind wie ihre männlichen Kollegen. Sehen Sie das auch so? Woran könnte das liegen?´

Mein Eindruck ist, dass sich viele Frauen der Wichtigkeit des Vernetztseins nicht bewusst sind und sich somit die Zeit dafür nicht nehmen. Netzwerkevents finden meistens am Abend statt. Und immer wieder höre ich Aussagen wie »Nach einem anstrengenden Arbeitstag, tu’ ich mir das einfach nicht mehr an.« Ein fataler Fehler, wie ich meine. Netzwerken ist Arbeit, das stimmt, aber ein oder zwei Abende pro Monat in klug ausgewählten Clubs sollten für jede Frau möglich sein. Egal ob Führungskraft oder Mitarbeiterin, Mutter oder kinderlos. Und es ist klug, Kontakte und Seilschaften dann aufzubauen, wenn frau sie noch nicht braucht. Damit frau auf diese zurückgreifen kann, wenn es notwendig wird.

Sie haben ja »erst« im Alter von 32 Jahren Ihr Studium der Kommunikationswissenschaften aufgenommen und auch Ihr Leben danach ist von großen Mut zur Veränderung geprägt. Woher nehmen Sie diesen Mut?

Als ich damals, nach 12 Jahren im Hotelmanagement, beschlossen habe, vollkommen auszusteigen und »nur« zu studieren, war das ein unglaublich großer Schritt für mich. Und zwar entgegen aller Konventionen. Dass es damals so gut funktioniert hat, hat mich unglaublich ermutigt und dazu geführt, dass ich in der Folge mit Innovationsgeist und Freude in solch große Entscheidungen hineingehen konnte. Das Vertrauen in die eigene Courage hat mir auch 2005, bei der Gründung der Frauen:Fachakademie, sehr geholfen. Ich habe die Akademie aus einer inneren Begeisterung heraus ins Leben gerufen, ohne Sicherheitsnetz. Also angefeuert vom Wunsch, etwas Besonderes für Frauen zur Persönlichkeitsentwicklung anzubieten, nämlich Top-ReferentInnen, außergewöhnliche Themen und das Ganze im Schlossambiente. Und Gott sei Dank ist es aufgegangen, mit viel Herzblut und Engagement.

 

Wir vergeben zwei Plätze für die Veranstaltung »Was Frauen vorwärts bringt: Worte, Werte, Wirkkraft« am 13. Februar 2020. Das eintägige Seminar wird von Brigitte Maria Gruber geleitet und findet im wunderschönen Ambiente des Schlosses Mondsee statt. Zur Teilnahme eingeladen sind alle Frauen, die ihre emotionale Kompetenz ausbauen möchten, die authentische Wirkkraft der eigenen Persönlichkeit verstärken wollen und den Wunsch verspüren, auch im Beruf mit Achtsamkeit und Klarheit an den eigenen Zielen zu arbeiten.

Schreiben Sie einfach an news@sheconomy.at und erzählen Sie uns, warum dieses Seminar gerade genau das Richtige für Sie ist. Wir wünschen Ihnen viel Glück!