Die innovative App Too Good To Go ist mittlerweile auch in Österreich angekommen und in aller Munde. Und das ist sehr gut so, denn die App sorgt dafür, dass Überschussware an die Menschen kommt und nicht weggeworfen werden muss. Definitiv eine wichtige Maßnahme, denn nur in Österreichs Haushalten landen jährlich 157.000 Tonnen Lebensmittel im Müll – obwohl viele davon noch genießbar wären. Ganze 40 Prozent der weggeworfenen Lebensmittel gehen einer EU-Studie zufolge auf Privathaushalte zurück, 40 Prozent landen beim Hersteller in der Tonne – der Rest entsteht in der Gastronomie und in Supermärkten.

Über die App können beteiligte Betriebe Lebensmittel verkaufen, die noch genießbar sind, die sie aber trotzdem als Retoure zurückschicken oder gar wegwerfen würden – und das zu einem günstigeren Preis. Die Mülltonnen bleiben also merklich leerer, während in den Geldbörsen nicht ganz so schnell gähnende Leere herrscht. Ein Rezept, das die App innerhalb kürzester Zeit zu großem Erfolg geführt hat. Maßgeblich an dieser Erfolgsgeschichte beteiligt war die dänische Unternehmerin Mette Lykke, die 2016 in das damals noch kaum bekannte Start-up investierte, um kurze Zeit später als CEO ins Unternehmen einzusteigen. Zuvor hatte sie ihre Fitness-App Endomondo für 85 Millionen Dollar an den Fitnessriesen Under Armour verkauft.

Eigentlich »too good to go« dachten sich vermutlich auch Mette Lykkes Chefinnen und Chefs, die die passionierte Unternehmerin immer wieder an neue Projekte und Ideen verloren. So verließ sie zunächst das renommierte Beratungsunternehmen McKinsey, um sich mit der App Endomondo selbstständig zu machen und gab, nach der Übernahme der App durch Under Armour, ihren Job bei bei Endomondo und dessen neuem Parent auf. Mit Sicherheit nicht nur die richtige Entscheidung für Mette Lykke, sondern auch für die Entwicklung unseres Planeten. Dass die App genau zur richtigen Zeit kommt, zeigen auch die Zahlen: Rund 18 Millionen Userinnen und User nutzen Too Good To Go derzeit.

Fotos © Les Kaner