»Ich habe mich damals nicht gut über das Ausbildungsangebot informiert gefühlt und  hätte mir von der Schule mehr Informationen gewünscht. An dem Angebot der FiT Infotage hat mich daher weniger der »Technik«-Schwerpunkt interessiert, sondern eher die kompakten Informationen über Studium, FH und andere Möglichkeiten«, erklärt Ilka Peyrer, die als junge Frau die Infotage des FiT-Programms besucht hat und jetzt als Data Scientist beim Verbund arbeitet. Studiert hat sie technische Mathematik. »Ich habe die Infotage damals sehr positiv und informativ erlebt. Das Angebot war zu dieser Zeit allerdings noch deutlich kleiner als heute. Aber es hat mich darin bestärkt, eine Universität zu besuchen und keine FH. Die Eigenverantwortung der Universitäten lag mir einfach mehr. Nach so vielen Jahren Schule wollte ich endlich »selber verantwortlich« sein. Schon einmal an einer Vorlesung an einer technischen Universität teilgenommen zu haben, hat meine Berührungsängste sicher ein wenig gemildert«, so die Mathematikerin. Bereut hat sie diese Entscheidung keineswegs, denn mathematisches Know-how wird heute in vielen Bereichen benötigt. »Ich habe schon Projekte in vielen verschiedenen Branchen gemacht. Mathematik spielt nicht nur im Bankbereich, im Bereich Retail, in der Medizin, in der Telekommunikation, bei Automobilherstellern und bei Energieunternehmen eine wichtige Rolle. Es gibt in so vielen Bereichen spannende und herausfordernde Fragestellungen, die mit Kreativität, Daten und mathematischen Modellen analysiert werden können«, fasst Peyrer zusammen.

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FiT WIEN NÖ BGLD ist ein langjähriges, erfolgreiches Projekt zur Förderung von jungen Frauen in der Technik. Gemeinsam mit einer Vielzahl an Kooperationspartner*innen finden jährlich über 80 Schulbesuche statt, in denen Absolventinnen technisch-naturwissenschaftlicher Studienrichtungen über ihre Werdegänge erzählen. Über 2000 Schülerinnen werden so informiert, motiviert und bestärkt, eine Karriere in der Technik zu verfolgen. 200 Schülerinnen nehmen jedes Jahr an den FiT-Infotagen teil. Während der Infotage können Schülerinnen aus einem bunten Programm an Workshops, Vorlesungen und Laborübungen an verschiedenen Hochschulen wählen, Uniluft schnuppern, potentielle ArbeitgeberInnen kennenlernen, sich mit Studierenden austauschen und unkompliziert Fragen stellen. Heuer finden die Infotage von 27. bis 29. Jänner statt. Ilka Peyrer wird an der SMS-Lounge teilnehmen, wo Teilnehmerinnen per SMS Fragen an Expertinnen stellen können. »Ziel ist es, den Teilnehmerinnen ein Bild zu geben, wie es Frauen bei ihrer Karriere in der Technik geht. Welche Herausforderungen und Chancen es gibt.«

Jungen Frauen, die sich eine Karriere in einem technischen Berufsfeld zwar vorstellen können, sich aber nicht so recht trauen, rät sie, überzeugt zu sein, durchzuhalten und an die eigenen Fähigkeiten zu glauben. »Die ersten Monate im Studium sind zwar hart, aber es zahlt sich aus«, erklärt sie. »Frauen in technischen Berufen sind heute schon durchaus akzeptiert. Es läuft sicher nicht alles optimal, aber die Pionierarbeit haben starke Frauen vor uns geleistet. Technische Berufsfelder bieten gute Chancen.«

Hier geht es zum Programm.

www.fitwien.at

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