Postkarten schickt man heutzutage höchstens noch aus dem Sommerurlaub. Wobei es im Regelfall nur die wenigsten Karten auch wirklich durch den Postkastenschlitz schaffen und der Großteil der Karten, zwischen die schon leicht zerflederten Seiten der Urlaubslektüre geklemmt, wieder mit nach Hause fliegt. Andere Geschichte. Weil der Feminismus aber nie Urlaub macht und Postkarten trotz analogen Aufwands ein gutes Mittel sind, um kurz und bündig Nachrichten zu verschicken (ja, auf Twitter geht das auch, wissen wir), hat sich die Feministische Frauenlesbenvernetzung Tirol, anlässlich ihrer Kampagne zum Weltfrauentag, dazu entschlossen, auf die gute, alte Postkarte zu setzen.

»Feminismus ist …«

Um die Vielfältigkeit von Feminismus abzubilden, wurden befreundete Initiativen, Netzwerke und Vereine dazu aufgefordert, ihre Definition von Feminismus mithilfe der Ergänzung eines einzelnen Adjektivs auf den Punkt, also auf die Postkarte, zu bringen. Zusätzlich sollte es auch repräsentativ für den jeweiligen Verein stehen. »Wir wollen damit sichtbar machen, dass unsere Arbeit feministisch ist. Zudem wollen wir Feminismus positiv besetzen«, erklärt DOWAS-Geschäftsführerin Julia Schratz die Aktion. Am 8. März haben einige der Vereine ihre Postkarten auf ihren Social Media Accounts gepostet und damit gezeigt, dass es die eine Definition von Feminismus einfach nicht gibt. Die Karte mit dem Satz »Feminismus ist notwendig« kam aus der Sheconomy-Redaktion.