Die freischaffende Künstlerin und Architektin, die schon seit 2014 ordentliches Mitglied des Vereins ist, zeigt sich hocherfreut, aber aufgrund der ausgewogenen Struktur des Vereins auch etwas weniger überrascht als viele andere: »Es ist doch eine Selbstverständlichkeit, dass eine Frau im Jahr 2019 die Funktion der Präsidentschaft übernimmt, gibt es doch schon seit längerem ein ausgewogenes Verhältnis der Geschlechter im Verein. Wir gehen auf neue, spannende und zukunftsweisende Zeiten zu, voller Visionen und Freude an großen Herausforderungen!«

»Das Obergeschoß des altehrwürdigen Gebäudes wird zu unserem neuen, zeitgemäßen Ort der Vernetzung und Begegnung.«

Geht es nach der jungen Präsidentin, so sollen diese Visionen und Herausforderungen in einem möglichst offenen Raum besprochen und angepackt werden. Das Miteinander steht im Vordergrund uns soll sich vor allem in Dialog und Interdisziplinarität äußern. Deshalb freut es Prušnik auch ganz besonders, dass das generalsanierte und um die Factory erweiterte Künstlerhaus am Karlsplatz schon bald wiedereröffnet wird. »Das Obergeschoß des altehrwürdigen Gebäudes wird zu unserem neuen, zeitgemäßen Ort der Vernetzung und Begegnung. Kunst, Kultur und Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft, Künstler*innen, Freund*innen, Sammler*innen, Sponsor*innen sowie die Kunstwissenschaft und das neue Mäzenatentum werden sich hier treffen, um gemeinsam mit den Künstler*innen aller Disziplinen und einer aktiven Künstler*innengemeinschaft die heutigen sowie zukünftigen Agenden der Kunst zu diskutieren, neue Praktiken zu entwickeln«, so Prušnik.

Ganz dem Gründungsgedanken des Künstlerhauses folgend, wird sich Prušnik auch dafür einsetzen, dass Kunst und Wirtschaft in einen Dialog treten, der auf Augenhöhe stattfindet. Zahlreiche Stimmen und Gegenstimmen werden diesen Dialog prägen und das Künstlerhaus zu einem Ort machen, an dem Kunst und Kultur gelebt werden. So wie es auch seine frisch gewählte Präsidentin tut.